Bücher zum Kaiserdom

aus der Schriftenreihe der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

 

 

 

 

Dem Mittelalter in die Augen geschaut
Der Kaiserdom zu Königslutter
Geschichte | Architektur | Bauskulptur | Malereien

 

Fünf Autoren haben sich zusammengefunden, um wichtige Aspekte zum Kaiserdom zu beleuchten. In Einzelaufsätzen geht es um die Geschichte, die Architektur, die italienische Bauskulptur, aber auch um die Orgel sowie, nicht zuletzt, um die von August Essenwein um 1890 konzipierten Malereien, die seit 2010 nach Abschluss der umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen wieder vollständig und in ihrer ursprünglichen Farbigkeit zu erleben sind. Ausgangpunkt und Grundlage der 'Restaurierung' des 19. Jahrhunderts waren die unter dicker Tünche in der Hauptapsis entdeckten Reste bauzeitlicher Malereien. Sie wurden nach ihrer Freilegung übermalt; allein die Augenpaare der drei nördlichen Heiligenfiguren sparte man aus. Hinter der Folie der historistischen Überformung gibt sich an diesen Stellen das Original zu erkennen, lässt sich dem "Mittelalter in die Augen schauen".

 

Die fünf in diesem Band versammelten Beiträge – ergänzt durch zahlreiche Abbildungen – mögen den Leserinnen und Lesern das nötige Hintergrundwissen vermitteln, das für ein 'Verstehen' dieses großartigen Bauwerks unerlässlich ist.

 

Mit diesem Band über den Kaiserdom zu Königslutter, der auf das 2009 erschienene Buch "Denkmal mit Garten – Von der Gerloff’schen Villa zum Haus der Braunschweigischen Stiftungen" über den heutigen Stiftungssitz folgt, beginnt die neue Schriftenreihe der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Diese präsentiert jährlich einen Teil der Stiftung mit historischem Hintergrund, gegebenenfalls denkmalpflegerischen Herausforderungen und Besonderheiten sowie der heutigen Nutzung. Hierzu gehören der Stiftungswald und die landwirtschaftlichen Güter ebenso wie die Kunst- und Kulturdenkmäler, die in dieser Reihe mit reichhaltigem Bild- und Kartenmaterial vorgestellt werden sollen.

 

 

Dem Mittelalter in die Augen geschaut
Der Kaiserdom zu Königslutter –
Geschichte | Architektur | Bauskulptur | Malereien

Schriftenreihe der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Hg. von Tobias Henkel, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Mit Beiträgen von

Gerd Biegel,

Norbert H. Funke,

Peter Springer,

Harmen H. Thies,

Rüdiger Wilhelm.
184 Seiten, gebunden

Appelhans Verlag, Braunschweig 2010
ISBN 978-3-941737-45-7

Preis: 19,00 EUR

DIE 1. AUFLAGE DES BUCHS IST VERGRIFFEN, EINE NEUAUFLAGE ZURZEIT NICHT VORGESEHEN.

 

 

 

 

"Nicht Ruh' im Grabe ließ man euch..."
Die letzte Heimat Kaiser Lothars III. im Spiegel naturwissenschaftlicher und historischer Forschungen

 

Am 4. Dezember 1137 starb Kaiser Lothar III. in Tirol und wurde am letzten Tag des Jahres in seiner noch nicht vollendeten Grabkirche zu Lutter beigesetzt. Neben ihm sind wenig später seine Gemahlin Kaiserin Richenza, sein Schwiegersohn Heinrich der Stolze sowie ein heute unbekanntes Kind bestattet worden.

1978 wurden die vier Sarkophage der kaiserlichen Grablege in der Stiftskirche zu Königslutter, dem "Kaiserdom", geöffnet und wissenschaftlich untersucht. Auch die Gräber von Adeligen aus der Region sowie von Äbten des ehemaligen Benediktinerklosters, unter anderem des Gründungsabts Eberhard, wurden bei diesem Anlass aufgedeckt. 2007 führte ein interdisziplinäres Symposion an der damaligen Grabung Beteiligte mit Autoren jüngerer Forschung zusammen.

Mit diesem Buch wird nun erstmals eine Zusammenschau alter, neu interpretierter und völlig neuer Forschungsergebnisse aus Natur- und Geschichtswissenschaft zu Kaiser Lothar III. sowie den Grabungen der siebziger Jahre vorgelegt. Das Ensemble heterogener Aufsätze, die sich um eine allgemeinverständliche und erläuternde Sprache bemühen, gewährt in seiner Gesamtheit letztlich interessante und ungewöhnliche Einblicke in Denken und Tun, Leben und Sterben Kaiser Lothars III., seiner Familie und anderer mittelalterlicher Menschen.

 

 

"Nicht Ruh' im Grabe ließ man euch..."

Die letzte Heimat Kaiser Lothars III.

im Spiegel naturwissenschaftlicher und historischer Forschungen

Schriftenreihe der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Hg. von Tobias Henkel, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Mit Beiträgen von

Anagelika Burkhardt,

Caspar Ehlers,

Pieter M. Grootes, Marie-Josée Nadeau, Martin Oppermann,

Gisela Grupe,

Frank Hellwig und Maren Hellwig,

Katrin Koel,

Wolfgang Petke,

Gudrun Pischke,

Anja Staskiewicz.

175 Seiten, gebunden

Appelhans Verlag, Braunschweig 2012
ISBN 978-3-941737-81-5

Preis: 19,00 EUR

 

 

 

 

 

Peter Springer:

Zwischen Mittelalter und Moderne
August Essenwein als Architekt, Bauhistoriker, Denkmalpfleger
und Museumsmann

 

August Essenwein war eine der vielseitigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten des europäischen Historismus. Seine Biographie und sein Werk spiegeln in seltener Klarheit nicht nur die dramatischen Umbrüche seines Jahrhunderts. Zwischen stürmischem Fortschrittsoptimismus – die Eisenbahn ist von leitmotivischer Bedeutung – und kompensatorischer Verklärung der Vergangenheit ist er Zeuge zukunftsweisender Impulse. Er hat Anteil an der Geburt der Denkmalpflege und der Etablierung der Kunstgeschichte als akademische Disziplin, der Kunstgewerbebewegung und der Frühphase des modernen Museums. Institutionsgeschichte und Biographie gehen dabei eine faszinierende Verbindung ein: Von Haus aus Architekt, weitet sich der Radius seiner Aktivitäten schon bald. Karlsruhe und Paris, Wien und Krakau, Köln und Nürnberg aber auch das Banat und Istanbul bilden wichtige Stationen seines außerordentlichen Wirkens. Dessen Spuren sind heute, durch Krieg und geschmacklichen Rigorismus dezimiert, vor allem im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, im Kölner Dom und – nach glanzvoller Renovierung – auch im Kaiserdom zu Königslutter als bedeutende Werke eines ungewöhnlich reichen Lebens.

 

Zwischen Mittelalter und Moderne

August Essenwein als Architekt, Bauhistoriker, Denkmalpfleger und Museumsmann

Schriftenreihe der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Hg. Tobias Henkel, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
612 Seiten, gebunden
Appelhans Verlag, Braunschweig 2014
ISBN 978-3-924553-01-2

Preis 39,00 EUR