Sommerakademie am Kaiserdom
Bildhauerworkshops

Leitung: Hans Reijnders, Bildhauer (Venlo, NL)

 

Workshop 1:   29. Juni - 3. Juli 2015

Workshop 2:   6. - 10. Juli 2015 

 

 

 

Wollten Sie sich schon immer einmal mit Bildhauerei beschäftigen und eine eigene Steinskulptur schaffen? Hier haben Sie die Gelegenheit! 

 

Unsere Workshops finden im Kreuzganghof des ehemaligen Benediktinerklosters statt. Am selben Ort arbeitete im 12. Jahrhundert Nicolaus, der berühmteste Bildhauer seiner Zeit. Kaiser Lothar III. hatte den oberitalienischen Künstler an den Elm berufen, um die von ihm gestiftete Kirche – den heutigen Kaiserdom – mit besonderer Bauskulptur versehen zu lassen. In seiner Heimat hatte der Meister bereits außergewöhnliche Bildwerke an Kirchen und Domen in Piacenza, Verona und Ferrara geschaffen. In Königslutter stammen der Jagdfries an der Hauptapsis sowie die wunderbaren Kapitelle im Innenraum und im Kreuzgang von Nicolaus.

 

 

Ziel der Workshops ist, Ihnen einen Einblick in die Kunst der Bildhauerei zu geben und Freude am kreativen Umgang mit dem Werkstoff Stein zu wecken. Die zur Verfügung stehenden Elmkalksteine stammen aus dem nahegelegenen Steinbruch und lassen sich in der Regel einfach bearbeiten. Vorkenntnisse, künstlerische oder handwerkliche Erfahrungen sind nicht notwendig – einzig Spaß an der Sache sollten Sie mitbringen.

 

Am Ende des Kurses soll möglichst ein fertiges Werk stehen. Falls Sie so weit nicht kommen, werden Sie Ihre Arbeit mit den im Verlauf des Seminars erlernten Techniken selbstständig zu Hause vollenden können.

 

  

 

 

 

 

Geleitet werden die Workshops vom niederländischen Bildhauer und Künstler Hans Reijnders.

Reijnders nimmt regelmäßig an Bildhauersymposien teil, bisher unter anderem in Deutschland, Italien, Spanien, Polen, Japan, Korea und China. Seine Werke befinden sich weltweit in privatem Besitz, stehen in öffentlichem Räumen oder werden in Museen gezeigt.

Reijnders ist seit einigen Jahren in Königslutter bekannt; er war einer der Künstler des 2008 durchgeführten internationalen Bildhauersymposions "Skulpturen für Königslutter". Sein damals geschaffenes Werk steht noch heute vor der Stadtkirche.

 

 

 

Arbeitsplatz und -zeit:
Gearbeitet wird im Freien (Kreuzganghof) – ein Wetterschutz ist vorhanden (Zelte).

Zeiten: Montag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis ca. 14 Uhr.

Zum Abschluss des Workshops (Freitag, ca. 15:00 - 17:00 Uhr) werden die entstandenen Arbeiten öffentlich präsentiert.

Seminargebühr:

Die Seminargebühr in Höhe von 290,00 Euro schließt ein:

- das Honorar für den Kursleiter
- Steinmaterial (örtlicher Elmkalkstein nach Verfügbarkeit bis ca. 35x35x35cm)

- Leihgebühr für Werkzeug

Nicht in der Gebühr enthalten sind Kosten für An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung.

 

Teilnehmerzahl:

mindestens 6, höchstens 12 (um eine intensive persönliche Betreuung durch den Kursleiter zu gewährleisten)

Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.


Information und Anmeldung:
Dr. Norbert Funke

Tel.: 05353 / 912-202

E-Mail: norbert.funke@koenigslutter.de

 

Nach schriftlicher Teilnahmebestätigung bitten wir um die Überweisung der Teilnahmegebühr (290,00 Euro). Im Fall einer Absage durch den Teilnehmer bis 4 Wochen vor Beginn des gebuchten Workshops erfolgt eine Rückerstattung des Teilnahmebeitrags abzüglich 30,00 Euro Bearbeitungsgebühr. Bei späteren Absagen werden 50% der Gebühr einbehalten (Ausnahme: Krankheit). Bei Absage des Seminars durch den Veranstalter bei nicht ausreichender Teilnehmerzahl oder höherer Gewalt werden bereits gezahlte Gebühren zurückerstattet. Weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.

 

Wir raten dringend, bei der Arbeit am Stein eine Schutzbrille und geeignete Handschuhe zu benutzen. Vor Beginn des Seminars sollten Sie eine Unfallversicherung abschließen. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung für Schäden, die im Zusammenhang mit den Workshops entstehen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

 

PRESSEBERICHTE über die Sommerakademien der vergangenen Jahre

 

Bericht über die Sommerakademie am Kaiserdom 2010 (Newsclick)

 

 

Bericht der Braunschweiger Zeitung über die Sommerakademie 2011:

 

Verborgenes aus dem Stein herausgearbeitet

Zweite Sommerakademie am Kaiserdom Königslutter - Erste Gehversuche auf künstlerisch historischem Boden

Von Melanie Specht

 

KÖNIGSLUTTER. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz lud in Zusammenarbeit mit dem Steinmetzzentrum und der Stadt Königslutter zur zweiten Sommerakademie am Kaiserdom ein. Unter der künstlerischen Leitung des Bildhauers Hans Reijnders erschufen die Teilnehmer Kunstwerke aus Muschelkalkblöcken aus dem Elm.

Ein letztes Mal legt Christiana Frank den Meißel an, auf den sie kurz darauf den Hammer fallen lässt. Auch bei ihrer zweiten Teilnahme an der Sommerakademie am Kaiserdom verspürt sie noch die gleiche Faszination wie im Vorjahr. "Es klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber die Skulptur ist wirklich im Stein verborgen. Unsere Aufgabe ist es lediglich, sie heraustreten zu lassen", sagt die Helmstedterin.

Auch Dagmar Bögelsack, die sich erstmals als Bildhauerin versucht, ist vom "Virus Steinarbeiten" infiziert und prüft kritisch das von ihr in den Stein gemeißelte Herz. "Die schwierigste Frage ist, wie ich arbeiten muss, um genau das erschaffen zu können, was ich mir vorgenommen habe. Und dann bröckelt das Vorhaben als Staub zu Boden. Ein frustrierender, aber auch aufregender Moment - denn nun heißt es, einer neuen Inspiration zu folgen."

Ähnlich wie den beiden erging es auch den übrigen zehn Teilnehmern, die sich aus ganz Deutschland in Königslutter eingefunden hatten. Im Kreuzgang des Doms, wo schon im 12. Jahrhundert Nicolaus von Verona bedeutende Werke für die Nachwelt erschuf, hämmerten und beäugten sie skeptisch ihre Werke.

"Einige mögen fragen, warum wir die Akademie gerade hier stattfinden lassen, wo wir quasi auf Gräbern stehen. Doch wo könnten wir Kirchengeschichte, Handwerk und Kunst authentischer erlebbar machen, als an dem Ort, wo schon im 12. und 13. Jahrhundert bedeutende Baumeister herausragende Bildhauerwerke erschufen, für die unser Dom so berühmt ist", erklärt Dr.  Nobert Funke, der von den Arbeiten der Laien beeindruckt ist: "Es ist faszinierend zu beobachten, wie Menschen aus einem Stein etwas ganz Wunderbares erschaffen."

Unterstützt wurden sie dabei von Hans Reijnders, dessen Werke in der ganzen Welt zu finden sind. Auch in Königslutter steht seit dem Bildhauersymposium 2008 eine Skulptur des Künstlers an der Stadtkirche. Stolz führte er die Besucher am Freitagnachmittag durch die von den Teilnehmern zusammengestellte Vernissage und erläuterte die einzelnen Schaffensprozesse der Skulpturen - von der Idee bis zum vollendeten Werk - Dabei betonte er, "dass Kunst stets auch die Antwort auf eine Lebensfrage und einzigartig ist." Oder wie es die Inschrift oberhalb des Jagdfrieses in lateinischer Sprache besagt: "Dieses außergewöhnliche Werk, durch mannigfaltiges Relief wunderbar, hat gemeißelt..."

BZ, 12. Juli 2011, H 01 

 

 

 

Bericht der Braunschweiger Zeitung über die Sommerakademie 2012:

 

Dritte Sommerakademie mit dem niederländischen Künstler Hans Reijnders im Kreuzganghof in Königslutter

Von Werner Gantz

 

KÖNIGSLUTTER. "Ohne Licht keine Form". Dies ist eine der Erkenntnisse, die der niederländische Künstler Hans Reijnders den Teilnehmern an der dritten Sommerakademie vermittelt. Dabei gibt der Künstler acht Laien, die sich erstmals in ihrem Leben an die Steingestaltung wagen, Hinweise.

Die Steine, es handelt sich dabei wie gewohnt um heimische Elmkalksteine aus dem Königslutteraner Bruch, lagen schon bereit, als die Teilnehmer der Veranstaltung der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit dem Steinmetzzentrum Königslutter auf dem Gelände am Kaiserdom eintrafen. Sie mussten nur noch die Böcke aufstellen, bevor sie zu Hammer und Meißel greifen konnten.

Unter der fachkundigen und bewährten Anleitung des niederländischen Künstlers Hans Reijnders versuchen in dieser Woche die Bildhauer-Anfänger, die zunächst rohen Steinblöcke kreativ zu bearbeiten.

Zu diesen Laien gehört der Philosoph Klaus Langnickel (58 Jahre) aus Goslar. Er arbeitet an einem schon erkennbaren Torso. "Die Anleitung und Hilfe von Hans Reijnders finde ich gut. Ich kann allen Interessenten diesen Kursus nur sehr empfehlen", erzählte er und bearbeitete dabei gleichzeitig den Stein aus dem Elm.

An einem anderen Stand hilft der niederländische Akademie-Leiter dem Helmstedter Benno Schwartz (67). Der Arzt im Ruhestand interessiert sich schon immer für Kunst. "Mit Ton habe ich bereits modelliert, mit Steinen ist es eine neue Erfahrung", erklärte er....

BZ, 5. Juli 2012, Helmstedter Nachrichten

 

 

 

Bericht über die Sommerakademie 2013 im Helmstedter Sonntag (14.07.13): 

 

 

Bericht über die Sommerakademie 2013 im Hemstedter Blitz 17.07.13):

 

 

 

Bericht über die Sommerakademie 2014 im Stadtbüttel Königslutter:

 

"Steinenthusiasten" fünf Tage schwer beschäftigt

 von Bernd Schunke

 

 

Veranstalter:

Stiftung Braunschweigischer Kulurbesitz

 

 

 

 

 

in Zusammenarbeit mit dem
Steinmetzzentrum Königslutter

 

und

 

 

 

 

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